Lehrgang zum Lerncoach

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Der Lehrgang vermittelt Ihnen ein fundiertes Wissen in den Bereichen der aktuellen Lern- und Leistungsdiagnostik im Lernprozess und individuellen Trainings bei Kindern und Jugendlichen mit Wahrnehmungsproblemen, Lern- und Schulschwierigkeiten, speziell bei Lese-Rechtschreibproblemen/ Legasthenie, Rechenschwäche sowie Aufmerksamkeitsproblemen.

Sie erhalten die Befähigung, Lern- und Motivationsprobleme bei Kindern und Jugendlichen zu analysieren und ressourcen-, ziel– und lösungsorientiert zu arbeiten. Durch gezielte Förderdiagnostik können mögliche vorhandene Defizite abgebaut und dadurch selbstwertstärkende und symptomreduzierende Maßnahmen individuell gesetzt werden.

MODUL I: EINFÜHRUNG

Im ersten Modul werden die Inhalte des Lehrgangs im Überblick vorgestellt und es findet eine erste Annäherung an die zentralen Begrifflichkeiten und Erscheinungsbilder rund um „Lernstörungen“ statt. Zusätzlich dient dieses Modul auch dem gegenseitigen Kennenlernen und der Gruppenfindung.

MODUL II: DYSKALKULIE

„Rechenschwäche“ ist eine einfache Bezeichnung für ein komplexes Phänomen, nämlich das Unverständnis für den Zahlenaufbau, die Bedeutung von Mengen und/oder mathematische Operationen. Oft entwickeln die betroffenen Kinder Eselsbrücken und Techniken, die spätestens ab dem Vordringen in höhere Zahlenräume ihre Wirksamkeit verlieren. Wie die kindlichen Denkweisen verstanden und darauf aufbauend geeignete, individualisierte und spielerische Interventionen gesetzt werden können, sind Inhalte dieses Moduls.

MODUL III + IV: TEILLEISTUNGEN UND TEILLEISTUNGSSCHWÄCHEN

Teilleistungen sind jene Leistungen, die an der Basis gut ausgebildet sein müssen, um Lesen, Schreiben und Rechnen mit Hilfe der üblichen Lehrmethoden erlernen zu können. Es handelt sich dabei um die visuelle und auditive Wahrnehmungsverarbeitung, die Raumorientierung, die Serialität und die intermodale Verknüpfung. Teilleitungsschwächen sind eine der häufigsten Ursachen für Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb. Sie können aber auch zu Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsschwächen führen. Inhalte dieser Module sind eine theoretische Einführung in das Teilleistungs(schwächen)konzept, Möglichkeiten zur Erfassung von Teilleistungsschwächen und deren Behandlung.

MODUL V + VI: LEGASTHENIE

Neben einer theoretischen Einführung in die Entwicklung des Schriftspracherwerbs wird auch ein Überblick über den aktuellen Stand der Legasthenieforschung und unterschiedliche Screenings- und Behandlungsansätze gegeben. Zentraler Fokus dieser Module ist es, über eine individuelle Förderdiagnostik zu einem geeigneten Behandlungsplan zu gelangen, der sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientiert. Es werden zahlreiche, auch spielerische Methoden zur Förderung vorgestellt, die eine eigenständige, ressourcenorientierte und individualisierte Betreuung ermöglichen.

MODUL VII: DAS AUFMERKSAMKEITSDEFIZIT(HYPERAKTIVITÄTS-)SYNDROM

Verhaltensauffällige Kinder geraten immer mehr in den Fokus pädagogischer Bemühungen. In diesem Modul soll ein kritischer Blick auf AD(H)S geworfen werden, ebenso auf die zunehmende medikamentöse Behandlung von Kindern mit „originellem Verhalten“. Es werden Erscheinungsbilder, Diagnosekriterien und unterschiedliche Behandlungsmethoden vorgestellt.

MODUL VIII: KONZENTRATION UND ENTSPANNUNG

Der Großteil der Kinder und Jugendlichen mit Lernauffälligkeiten zeigt auch Schwierigkeiten im Halten der Konzentration und Aufmerksamkeit über eine längere Zeitspanne. Außerdem zeigen sie, nicht zuletzt aufgrund oft jahrelanger Misserfolgserlebnisse, erhöhten Stress, vor allem vor Leistungsüberprüfungen. In diesem Modul werden Techniken vorgestellt, die zum einen helfen, die Konzentration bewusst zu halten und damit konzentriertes Arbeiten über längere Zeiträume zu ermöglichen und zum anderen zur körperlichen und geistigen Entspannung beitragen.

MODUL IX: PSYCHOMOTORIK

Bewegung und die Erfahrung des eigenen Körpers in Bewegung ist eine der Grundlagen für Lernerfahrungen. Die Einheit und Wechselwirkung von Kognition, Motorik und Emotion als Grundlage eines ganzheitlichen Menschenbildes, verweist darauf, dass die Förderung eines Teilbereiches nicht so effektiv sein kann, wie die Förderung aller drei Bereiche. Deshalb muss im Lerncoaching immer auch ein Platz für die Unterstützung der psychosozialen Bedingungen und der Motorik sein.

MODUL X: LERNTECHNIK

Über eine theoretische Einführung in die Lernpsychologie werden praxisorientierte Techniken vorgestellt, die Schülern und Schülerinnen das Lernen erleichtern und sie zu eigenständigem, selbst organisiertem Lernen anleiten. Dabei wird sowohl auf Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen als auch auf die sogenannten Lernfächer Bezug genommen. Zusätzlich wird auf lernfördernde und lernhemmende Faktoren eingegangen.

MODUL XI: TRAININGSPLANUNG

In diesem Modul wird anhand von Fällen aus der Praxis der TeilnehmerInnen aufgezeigt, wie anhand konkreter Diagnosestellungen individualisiertes Lerncoaching für Kinder und Jugendliche geplant werden kann. Diese Einheit dient auch der Entwicklung eigener Trainingsmaterialien, dem Kennenlernen fördernder Spiele und der Testung publizierter Förderprogramme.

MODUL XII: KLINISCH-PSYCHOLOGISCHE DIAGNOSTIK

Es werden unterschiedliche Verfahren der klinisch-psychologischen Diagnostik, sowie deren Einsatzgebiete vorgestellt. Dieses Modul dient auch der Abgrenzung der eigenen Kompetenzen und des Bewusstwerdens jener Bereiche, in der die Vermittlung an andere SpezialistInnen sinnvoll und notwendig ist.

MODUL XIII: PRÄVENTION UND FRÜHERKENNUNG

Bereits im Kindergarten- und Vorschulalter können Anzeichen späterer Lernstörungen erkannt und behandelt werden, sodass der Prävention in diesem frühen Alter ein großer Stellenwert beigemessen werden kann. Möglichkeiten, Schwächen in der Wahrnehmungsverarbeitung in diesem Alter zu erkennen und Lernstörungen mit einer spielerischen und kindgerechten frühen Förderung entgegenzuwirken, werden in diesem Modul vorgestellt.

MODUL XIV: PRAXISREFLEXION

Jede/r Teilnehmer/in präsentiert einen Fall aus der eigenen Praxis, der gemeinsam besprochen und supervidiert wird, wodurch die Handlungskompetenzen aller TeilnehmerInnen zusätzlich erweitert werden. Dieses Modul dient auch der gemeinsamen Rückschau auf den Lehrgang und der Planung der zukünftigen praktischen Tätigkeit. Auf Wunsch der TeilnehmerInnen können auch erste Schritte in die Selbstständigkeit besprochen, bzw. offen gebliebene Fragen geklärt und diskutiert werden.

DIPLOMZERTIFIZIERUNG

Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen Abschlussarbeit mit Seminarcharakter. Während des Lehrgangs finden praxisorientierte Teilüberprüfungen, praktische Übungen und kurze Homeworks statt.

Vor jedem Lehrgang findet ein Informationsabend statt.

Für weitere Informationen beachten Sie bitte den Downloadbereich (siehe oben).


Anmeldeformular

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Irrtümer und Terminänderungen vorbehalten.

Informationsabend

Der Informationsabend ist eine unverbindliche Veranstaltung, die Interessierten einen Gesamtüberblick über den Lehrgang zum Lerncoach in Graz bietet. Mag. Agnes Sykora (Lehrgangsleiterin) wird Ihnen an diesem Abend den Aufbau, die Inhalte und die TrainerInnen des Lehrgangs vorstellen. Sie haben die Möglichkeit Fragen zum Lehrgang zu stellen. Wir bitten Sie um Voranmeldung zum Informationsabend. Natürlich können Sie den Infoabend auch besuchen, wenn Sie bereits fix für den Lehrgang angemeldet sind.
Kursgebühr: kostenlos!
Termin 1: 10.9. 2010 (ab 18.00 Uhr)

Anmeldung zum Lehrgang Lerncoach

Lehrgangsumfang: 112 Einheiten + Literaturstudium
Kursgebühr: € 2.198 (die Steiermärkische: 2.148,-) inkl. Unterlagen
Prüfungstaxe: € 98.-
Termin 1: 25.+26.9.2010, 16.+17.10.2010, 13.+14.11.2010, 4.+5.12.2010, 15.+16.1.2011, 19.+20.2.2011, 19.+20.3.2011 (jeweils Samstag und Sonntag 10.00-18.00 Uhr)


Persöhnliche Daten
Hausnummer/Stiege/Stock/Türnummer
Format: TT.MM.JJJJ
Ausbildung
Die TrainerInnen sind bestrebt, die Kursinhalte und Methoden optimal auf das Vorwissen der TeilnehmerInnen abzustimmen. Wir bitten Sie daher, folgende Felder auszufüllen. Ihre Angaben erleichtern den TrainerInnen die Vorbereitung.
Ihre höchste abgeschlossene Ausbildung.
z.b. Universität Graz, BAKIP Mistelbach, Berufsschule Hallein
z.b. Lehramt Deutsch/Geschichte, Kindergartenpädagogik, Bürokaufmann/frau
Ihr aktuell oder zuletzt ausgeübter Beruf.
Bankverbindung
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