MediatorIn
An wen richtet sich der Lehrgang?
TrainerInnen, Coaches, JuristInnen, PersonalistInnen, etc.
Berufsbild
Laut Gesetz ist Mediation "eine auf Freiwilligkeit der Parteien beruhende Tätigkeit, bei der ein/e fachlich ausgebildeter, neutrale/r Vermittler/in (Mediatorin oder Mediator) mit anerkannten Methoden die Kommunikation zwischen den Parteien systematisch mit dem Ziel fördert, eine von den Parteien selbst verantwortete Lösung ihres Konfliktes zu ermöglichen" (§ 1 Abs. 1 ZivMediatG). Der/die Mediator/in ist daher weder Richter/in noch fachliche/r Expert/in oder Gutachter/in, sondern auf die Prozessbegleitung in Streitfällen spezialisiert. Er/Sie bietet all parteiliche Hilfestellung bei der eigenverantwortlichen Suche nach einer Lösung. Dieses vergleichsweise neue Berufsbild hat in den letzten Jahren ein extremes mediales und öffentliches Interesse erfahren. Grund dafür sind unter anderem die ungeheuren Einsatzmöglichkeiten mediativer "Werkzeuge". Ob in Zivilrechts-, in Familien- oder in beruflichen Angelegenheiten, ein/e Mediator/in beschreitet neue Wege in der Konfliktlösung und trägt zu einem harmonischen und effizienten „Miteinander“ bei.
Mögliche Einsatzgebiete von MediatorInnen sind:
- Konflikte im Anschluss an Scheidungen, Erbschaftsstreitigkeiten
- Konflikte in Wohnhausanlagen (z.B. Miet- oder Nachbarschaftsstreitigkeiten)
- Konflikte im Schulbereich (z.B. auch Eltern/ Schulleitung)
- Konflikte zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber
- sämtliche Konflikte am Arbeitsplatz (z.B. Mobbing, Kompetenzstreitigkeiten..) usw.
Im besten Fall haben MediatorInnen einen Grundberuf, in dessen Rahmen sie die Mediation als zusätzlichen Service anbieten. In der Regel (aber nicht ausschließlich) sind Lebens- und SozialberaterInnen, TrainerInnen, Coaches, PädagogInnen, JuristInnen, SozialarbeiterInnen, PersonaltrainerInnen und -entwicklerInnen gut mit einer Mediationsausbildung beraten. Aber auch Führungskräfte, VerkäuferInnen oder TeamleiterInnenerwerben während einer Mediationsausbildung Konfliktlösungskompetenz.

